Abgasskandal, erste Erfolge gegen VW Konzern

Im Abgasskandal VW und Manipulationen der Motorensoftware liegt nunmehr in Vorarlberg die erste Entscheidung vor. Das Urteil des Landesgerichtes Feldkirch lautet:

Der zwischen dem Kläger und der Beklagten abgeschlossene Kaufvertrag vom 3.4.2014 wird aufgehoben.

Die Beklagte ist schuldig, dem Kläger EUR 25.000 samt 4 % Zinsen seit 3.4.2014 Zug um Zug gegen Rückgabe des gekauften Fahrzeuges der Marke Audi Q3 2.0 TDI Quattro Style (Fahrgestellnummer WAUZZZ8UXER042118, Motornummer CFF C46559) zahlen.

Das Mehrbegehren des Inhalts, die Beklagte ist schuldig, dem Kläger weitere EUR 7.000 samt 4 % Zinsen seit 3.4.2014 Zug um Zug gegen Rückgabe des gekauften Fahrzeuges der Marke Audi Q3 2.0 TDI Quattro Style (Fahrgestellnummer WAUZZZ8UXER042118, Motornummer CFF C46559) zahlen, wird abgewiesen.

Die Beklagte ist schuldig, dem Kläger die mit EUR 4.924,62 (darin enthalten EUR 726,50 an USt und EUR 565,60 an Barauslagen) bestimmten Kosten des Verfahrens zu ersetzen.

Der Irrtumsanfechtung des Klägers wurde Folge gegeben. Das wohlbegründete Urteil hat gute Aussicht auf Bestätigung im Instanzenweg. Wenn es beim Urteil bleibt, ist der Kläger ca. 2,5 Jahre und 65.000 km einen praktisch neuen Audi Q3 gefahren. Dies mit einem Aufwand von ca. EUR 4.500,00.

Nebst der Irrtumsanfechtung haben wir bereits eine Schadenersatzklage gegen den VW Konzern in Vorbereitung. Wir machen nebst den Ansprüchen aus Irrtum auch ein sogenanntes Kränkungsgeld mit der Behauptung, die Käufer seien systematisch in die Irre geführt worden, geltend. Wir gehen von einem Kränkungsgeld in Höhe von EUR 5.000,00 bis 10.000,00 aus.

v 188/11 sch, KI, 10.08.2016