24.09.2013 - ISB-Info Nr. 15, Geschädigteninformation

Verlassenschaft nach Manfred Dobler:

In der Angelegenheit ISB wurden die Forderungen der von uns vertretenen Geschädigten auch im Insolvenzverfahren über die Verlassenschaft nach Manfred Dobler vor dem LG Feldkirch angemeldet. Nunmehr legt der Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Dr. Scheidbach einen Schlussbericht sowie Schlussrechnung an das Insolvenzgericht Feldkirch vor.

Das Vermögen des Verstorbenen Manfred Dobler wurde verwertet. Insgesamt haben 405 Gläubiger Forderungen in einem Gesamtbetrag von EUR 46.122.130,15 angemeldet. Von diesen Forderungen wurden Beträge im Ausmass von EUR 10.878.782,07 bestritten wodurch sich ein anerkannter Forderungsbetrag gegen die insolvente Verlassenschaft in Höhe von EUR 35.243.348,07 ergibt.

Nach Abzug diverser Massekosten sowie der Durchführung einiger insolvenzgerichtlicher Beschlüsse wird aller Voraussicht nach ein Betrag in Höhe von EUR 240.659,82 auf dem Massekonto verbleiben. Dies entspricht einer Quote von rund 0,69 %, die an die Gläubiger ausgeschüttet würde.

Es ist nunmehr die insolvenzgerichtliche Genehmigung der Schlussrechnung des Insolvenzverwalters abzuwarten.

Wir werden weiterhin auf dem Laufenden halten.

Verfahren vor dem Fürstlichen Landgericht Vaduz:
Die von unserer Kanzlei eingebrachten Klagen gegen einen liechtensteinischen Verwaltungsrat der ISB AG und der ISB Holding Anstalt wurden vor dem Fürstlichen Landgericht unterbrochen. Drei Verfahren werden als "Musterverfahren" weitergeführt. In diesem Verfahren wird ein Sachverständigenbefund und -gutachten zur Frage, zu welchem Zeitpunkt eine Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit der ISB Gesellschaften für den Verwaltungsrat erkennbar war, eingeholt werden. Danach wird gerichtlich beurteilt werden können, ob Konkursverschleppungstatbestände vorlagen. Sollte tatsächlich die Ãœberschuldung der ISB Gesellschaften aufgrund einer zu nachlässigen Prüfung durch den Verwaltungsrat übersehen worden sein, hätten die geschädigten Anleger einen direkten Schadenersatzanspruch gegen den Beklagten.

Es ist mit einer längeren Verfahrensdauer zu rechnen, wir werden wieder berichten.

rm 521/11 y, 18.09.2013