21.02.2013 - ISB-Info Nr. 13, Geschädigteninformation

Klagen vor dem fürstlichen Landgericht in Vaduz

Von unserer Kanzlei wurde für über 200 ISB Geschädigte Klagen gegen einen liechtensteinischen Verwaltungsrat der ISB AG und der ISB Holding ausgearbeitet. Dieser Verwaltungsrat war gleichzeitig auch Konzessionsträger und Verwaltungsrat der Revisionsstelle der ISB AG in Liechtenstein. Als Verwaltungsrat hat der Beklagte massives Fehlverhalten gezeigt und ließ sämtliche erforderlichen Sorgfaltspflichten vermissen.

In unseren Klagen werden Schäden der einzelnen Anleger geltend gemacht. Dies deshalb, da von die ISB Gesellschaften schon von Anfang an überschuldet waren und deshalb alle Voraussetzungen für eine Insolvenz vorlagen. Bei richtigem Vorgehen der Aufsichtsorgane hätten diese Gesellschaften niemals existieren dürfen. Die Geschädigten hätten daher ihr Geld nicht in Produkte der ISB anlegen können.

In Parallelverfahren macht der Masseverwalter der ISB Gesellschaften ebenfalls Ansprüche im Namen der Gesellschaft gegenüber verschiedenen Verwaltungsräten sowie gegenüber der Revisionsstelle ISB AG geltend. Die von uns vertretenen Anleger sind auch in den liechtensteinischen Konkursverfahren angemeldet.

Derzeit wurde noch kein Verfahren in Liechtenstein rechtskräftig abgeschlossen.

Rechtschutzversicherungen Prozesskostenablösen:

Für einen Grossteil der von uns vertretenen Anleger, die zum Zeitpunkt des Schadeneintrittes über eine Rechtschutzversicherung verfügt haben, konnte inzwischen eine Prozesskostenablöse erreicht werden. Bei einer Vielzahl von Geschädigten konnten so Entschädigungen in Höhe von 30% bis 50 % der in Liechtenstein anerkannten Schadenbeträge erreicht werden.

Diese Gelder werden in den nächsten Tagen an die Anleger weitergeleitet.

Einzig die ARAG SE Rechtsschutzversicherung sagte bisher weder Deckung der Prozesse, noch eine Prozesskostenablöse zu.

Die Kosten für die Prozesse in Liechtenstein werden von der EAS Ersten Allgemeinen Schadenshilfe übernommen. Die EAS hat darüber hinaus bereits die Unterstützung der Anleger bei der Herstellung von Rechtsschutzdeckung gegenüber der ARAG SE zugesagt. Sollte von Seiten der Rechtsschutzversicherung nicht eingelenkt werden, werden in diesen Angelegenheiten Deckungsprozesse angestrengt werden.


rm 1231/09, 21.02.2013