24.12.2010 - ISB-Info Nr. 7, Geschädigteninformation

In der Insolvenzangelegenheit ISB haben wir, wie berichtet einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen das Vermögen der ISB Vermögensberatung & Versicherungsbüro GmbH gestellt. Am 23.12.2010 fand nunmehr eine Konkurstagsatzung statt.

Der erste Bericht des Masseverwalters liegt vor. Diesen veröffentlichen wir am Ende dieser Mitteilung in Form einer PDF-Datei.

Wie zu entnehmen ist, ist die insolvente ISB Vermögensberatung & Versicherungsbüro GmbH nahezu vermögenslos. Unter Umständen lässt sich aus dem Verkauf der Geschäftsräumlichkeit noch ein Teilbetrag lukrieren. Dieser Teilbetrag wird jedoch sicher für die Kosten des Konkursverfahrens verbraucht werden.

Anlässlich der Konkurstagsatzung wurde auch "beschlossen", dass der Masseverwalter hinsichtlich der 40 Prozesse, die behängen, in 2 Prozesse eintritt. In diesen Prozessen soll dann eben geklärt werden, ob die ISB Vermögensberatung & Versicherungsbüro GmbH ein Verschulden trifft und ob Haftpflichtdeckung besteht.

Für uns sind diese Prozesse eher sinnlos, da sie Geld verschlingen. An der Haftung der ISB Vermögensberatung & Versicherungsbüro GmbH kann unseres Erachtens kein Zweifel bestehen. Genauso wenig kann ein Zweifel darüber bestehen, dass kein Haftpflichtversicherungsschutz besteht. Die ISB Vermögensberatung & Versicherungsbüro GmbH hat ja Produkte verkauft, welche sie gar nicht verkaufen hätte dürfen. Sie hatte hiefür keine Konzession, aber auch keine Versicherungsschutz beantragt.

Zusammengefasst stellt sich die Angelegenheit so dar, dass auch im Konkursverfahren in Feldkirch über das Vermögen der Firma ISB Vermögensberatung & Versicherungsbüro GmbH nichts heraus kommen wird. Ein Durchgriff auf den letzten Geschäftsführer ist auch aussichtslos. Der letzte Geschäftsführer, Kathan, ist nämlich im Privatkonkurs.

Da diese ganze Entwicklung vorhersehbar war, haben wir bislang darauf verzichtet, die Forderungen überhaupt anzumelden. Ausser Kosten und Spesen hätte dies nämlich nichts gebracht.

Insgesamt wurden bislang Forderungen von EUR 9.939.715,04 angemeldet.

Die von uns vertretene Geschädigtengemeinschaft hat Forderungen von insgesamt EUR 5.375.243,87.


Sobald uns (siehe unsere letzte Information) die genauen Rechtsschutzdaten vorliegen, werden wird die Angelegenheit, was die Haftung der Wiener Städtischen und der Rechtsschutzversicherer betrifft, finalisieren können.

Wir rechnen damit, dass wir Mitte Februar wiederum berichten können.

Feldkirch, am 24.12.2010