25.11.2010 - ISB-Info Nr. 5, Geschädigteninformation

In gegenständlicher Angelegenheit wurde am 8.11.2010 erwartungsgemäß das Insolvenzverfahren eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde MMag. Dr. Tobias Gisinger bestellt. Um das Massevermögen ist es relativ schlecht bestellt.

Die ISB ist heillos überschuldet und hat lediglich eine Liegenschaft an der Adresse Schlossgraben 10, 6800 Feldkirch.

Wir erwarten nicht, dass im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Firma ISB Feldkirch irgendwelche Zahlungen für die Gläubiger erreicht werden können.

Wir haben daher unsere Bemühungen zur vergleichsweisen Bereinigung forciert, wobei Anfang Dezember wiederum mehrere Treffen in Wien und bei anderen Haftpflichtversicherern stattfinden.

Wir haben den Rechtsschutzversicherern, welche hauptsächlich involviert sind (ARAG, Wiener Städtische, Generali, DAS, Donau, Uniqua) unmissverständlich klar gemacht, dass hier eine vergleichsweise Bereinigung des Rechtsschutzanspruches wesentlich sinnvoller ist, als das Führen von zahlreichen Prozessen. Insgesamt haben wir den Rechtsschutzversicherern 6 Anspruchsgegner genannt. Eine Klagsführung gegen diese 6 Anspruchsgegner ist unseres Erachtens mit hinreichender Aussicht auf Erfolg behaftet, wobei jedoch eher nur für den Anwalt, nicht jedoch für den Geschädigten etwas herauskommen dürfte.

Es erweist sich,das in der vorweihnachtlichen Stresszeit die Führung von Vergleichsgesprächen äusserst schwierig ist, da sämtliche Anspruchsgegner mit Rechnungsabschlussarbeiten beschäftigt sind. Die Verhandlungen werden sich daher in das erste Quartal des Jahres 2011 ziehen. Wir bleiben jedoch am Ball, wobei - derzeit ist noch nichts sicher - angenommen werden kann, dass für die Geschädigten doch eine gewisse Quote von den Anspruchsgegnern sowie von den Rechtsschutzversicherungen bezahlt wird. Dies jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die von uns vertretenen Geschädigten (ca. 250) auf sämtliche Ansprüche , gegen wen immer, gänzlich verzichten. Insbesondere die Versicherer möchten sich nach einer Entschädigungszahlung nicht nochmals mit den Ansprüchen beschäftigen.

Feldkirch, am 25.11.2010